Kultur

Lieder, Tänze, Noten, Lernen, Aktionen von Mitarbeitern,

LIEDERGESCHICHTEN

Für viele Menschen machen Lieder gesund. Für viele sind sie wichtig fürs Leben. Für manche haben Lieder einen kaum erklärbaren Wert aus alten Zeiten, als Lieder noch magisch genutzt wurden, eine tiefe, verbindende, rettende Kraft. In einigen Weihnachtsliedern klingt das durch.  

Wenn Du einen grünen Zweig im Herzen trägst, wird sich der Singvogel darauf niederlassen . (China)

Weihnachtsstern.JPG  WEIHNACHTSLIEDER

Schade für mich, dass die Weihnachtszeit so kurz ist, denn ich singe gern Weihnachtslieder. Nicht diese süßlichen, frömmelnden, pathetischen. Lieber die mit Natur, Hoffnung, Kindern, Menschlichkeit und Frieden. Um von denen genug zu finden, muss man schon suchen. Schön, dass seit vielen Jahren viele Wandervögel nach solchen Liedern suchen, sie sammeln, selbst Lieder machen.Dadurch entstand die schöne, neue Weihnachtsliedersammlung des Wandervogels, nachdem es um 1920, vor hundert Jahren schon einmal ein Wandervogel-Weihnachtsheft gegeben hat. 

MAGIE_HEXE_6576.jpgNATIONALHYMNEN - mit nationalistischen Auswüchsen

Niederlande

Mit ihrem alten Geusen- und Freiheitslied „Wilhelmus von Oranien“ gegen die damalige Besetzung der Niederlande durch die Spanier haben die Niederländer ein besonders altes Nationallied. (Geuse = Bettler)

Die deutsche Übersetzung „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu“ von Viktor Emanuel Scheffel? ist für mich ein überhöhter Nationalismus. Wem bleibt man treu?

Eine spätere Übersetzung wurde lange Zeit häufig verboten, weil sie zum Kampflied der Sozialdemokraten wurde.

Frankreich

Die Marseilleise „Allons enfant de la patrie“ ist als Kriegslied gegen die Deutsche Gebiete am Rhein gedichtet worden. Die Soldaten aus Marseille sangen das Lied besonders gern, so dass es schließlich seinen Namen bekam.

Es wurde zigmal ins Deutsche übersetzt. Gruselig die Übersetzung: „Auf rüstet. Euch, verbundene Heere Germaniens“.

England

Das „God save the Queen“ hat eine besondere Geschichte besonders dadurch, dass Melodie und Textteile in vielen Ländern Nationalhymne wurden. So in Preußen als Kaiserhymne „Heil Dir im Siegerkranz, Heil Kaiser Dir!“ Viel wurde es gesungen als „Heil Dir im Siegerkranz, Pellkartoffeln mit Heringsschwanz“. In Dänemark, in der Schweiz, in Mecklenburg wurde auch Kleinstaaten Nationalhymne, nur der Herrschername wurde ausgetauscht. In England und Liechtenstein ist es heute noch Nationalhymne.

Deutschland

Die Melodie von Haydn der alten österreichische Nationalhymne „Gott erhalte Franz den Kaiser“ bekam einen neuen Text durch Hoffmann von Fallersleben, der auf dem damals englischen oder dänischen Helgoland das Großdeutschlandlied „Deutschland, Deutschland über alles“ dichtete, von dem wir heute die 3. Strofe als Nationalhymne haben.

Europa

„Freude, schöner Götterfunken“ wird heute meist ohne den Text „An die Freude“ von Schiller gespielt mit der Melodie von Beethoven.

Welt

Eine Welthymne ist mir noch nicht bekannt. Sie liegt in der Luft. Es wird langsam Zeit. Sie müsste ja auch über dem oft eng gesehenen Nationalismus stehen. Wohl eine Hymne die von Freude und Freiheit sprüht, und die von China, Afrika, der Arktis und Antarktis bis Deutschland reicht. „Die Welt aus Krieg und Giftmüll zu erheben, den Kindern volles Recht und Bildung überall“ …

Hansmelcherla_Notenbild.png

Hansmelcherla (Zwiefacher aus Mittelfranken)

Dieser Zwiefache ist auf der CD „Dittl zum Danzn“ von Bernd Dittl zu hören, aber auch auf der in dieser Ausgabe unter Rezensionen vorgestellten CD „Musig“ der Gruppe Badische Bråtwurschtmusig. Bezüglich der Noten habe ich mich am Heft „Tanz rüber, tanz nüber – Eine Auswahl fränkischer Tänze“, zusammengestellt von Kurt Becher (München 1976) orientiert. Früher war es üblich, im Notenbild jeden Taktwechsel durch ein entsprechendes Taktzeichen anzuzeigen. Heute finden wir immer häufiger die hier verwendete Darstellung. Alle im Stück vorkommen Taktarten werden am Anfang genannt, die Taktwechsel im Verlauf der Melodie dann aber nur noch durch einen doppelten Taktstrich gekennzeichnet. Ich habe aus der oben genannten Notenquelle die neutrale Tonart C-Dur übernommen. Die Tonart in der Aufzeichnung ist aber nicht so wichtig. Zum einen wird sie von den Musikern meist an ihre jeweiligen Instrumente angepasst. Streichern bevorzugen z. B. D- und G-Dur, die Bläsern eher B- und Eb-Dur. Zum anderen wechseln die Musiker beim Wiederholen des Stückes regelmäßig in die Tonart der Subdominant (eine Quarte höher, hier also nach F-Dur). Beim dritten Durchgang kehren sie dann wieder auf die Ausgangstonart zurück. Zusätzlich findet beim Tonartwechsel in der Regel auch ein Wechsel der führenden Melodieinstrumente statt, also z. B. von der Harmonika zu den Geigen oder von den Trompeten zu den Hörnern.  

Dieser Zwiefache hat folgende Struktur:  A: //: 8 x W :// B: //: DD WWW – DD WW – DD WW ://. (D = Dreherschritte, W = Walzerschritte) Damit gehört er in jene Gruppe von Zwiefachen, bei denen Taktwechsel nur in einem Teil vorkommen (hier im B-Teil). Im anderen Teil (hier im A-Teil) fehlen sie hingegen. Darüber hinaus sind die Taktwechsel im B-Teil unregelmäßig, weil nicht immer gerade Zahlen von Walzer- und Dreherschritten folgen. Recht früh kommen mal drei (!) Walzertakte. Das hat zu Folge, dass die Tänzer die Wiederholung des B-Teils mit dem jeweils anderen Fuß beginnen. Am Ende löst sich das aber wieder auf.   (Peter Wachner 07/2020)

Xekina.deutsch-Waderi.jpeg

Lied aus Griechenland, D: Hannes Wader

   
© Copyright © 2020 ALLROUNDER © folkmagazin.de. Alle Rechte vorbehalten. Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.

FM Mitarbeiter-Login