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Elbraben auf dem Rabenhof

1. Rezensionen: Die ersten Rezensionen des neuen Jahres sind da und werden in Kürze reingestellt. Du kannst auch welche schicken oder Bücher und CDs zur Rezension an die Redaktion: FM, LEISTERFÖRDER STR. 23, 19258 GREVEN-LÜTTENMARK, 0152 2198 3817.

2. SZENE: Termine stellen wir nach telefonischer Absprache ein.

3. TERMINE AUF DEM RABENHOF: Wenn Du auch Freude an unseren FOLK + WANDERVOGEL-Treffen hast, halte Dir die Termine frei und notiere: 11.-13.3. Wandervogelmärz, 10-12-6. Wandervogelmaien, 9.-11.9. Wandervogelernte, 2.-4.12. Nikolaus und Waldweihnacht. Für, die, die Zeit und Freude haben, jeweils ab montags mit viel Anregungen, Singen und Vorbereiten. Beim Wandervogelmaien kann auf Absprache wohl schon am Wochenende davor zu Pfingsten gekommen werden.

4. MITARBEIT: ALLE MITARBEITER ARBEITEN EHRENAMTLICH FÜRS FOLKMAGAZIN. Weitere Mitarbeiter für Szene, Termine, Bercihte sind willkommen.

b6f74ebf-84f2-4c39-af33-b03baad3abab-1_2.jpg RABENHOF

FWeshalb Folklore, weshalb Folkie?

Oft habe ich mich gefragt, weshalb mich folklore so sehr freut. Mehr als andere Musikrichtungen. Und ich habe für mich sals Antwort gesucht.

Zu Hause haben wir in der Familie viel gesungen, und mir wurde eine besondere Beziehung geschenkt zu Liedern, zur Dichtung, zur feinen Sprache. In der Jugendgruppe wurde das verstärkt. Mehrstimmiges Singen kam dazu und ich lernge langsam allein Klampfe zu spielen und Lieder zu machen. Dann gründete ich einen Liederkreis und die Band Elbraben, die es heute noch gibt, mit der wir auf großen Bühnen waren. Und ich hatte Freude, Gefährten um mich, die durchs Singen, Musizieren und Tanzen tiefe Freude empfinden. Und das Milieu prägte mich, Liederhefte und Liederbuch herauszugeben. So lernte ich auch, trotz meines kleinen angeborenen Hörfehlers, gut mit Folkmusik und meinen eigenen Liedern und Tänzen umzugehen. 

Folkies sind in der Szene für handgemachte Musik. Nicht wenige gehen auch tiefer an die Wurzeln, sammeln Musiken, gehen in Archive, haben einen großen Fundus an CDs, Büchern, Noten. Für Folkies ist die Welt Heimat, besonders die Volker, die Landschaften, die Eighenarten. Und diese Art von regionaler Heimat ist weniger konservativ, sondern vergleichend, abwägend, sondierend. Gefundene Schätze werden neu interpretiert, von der Musik- und Technikentwicklung, der Klangverbesserung, der Zukunftsfähigkeit für die Stücke. Selten modernistisch, sondern oft mit dem Anspruch, Lebendigkeit, Aussage und "Echtheit" der Stücke zu erhalten. Hinzu kommen Lieder und Musiken, die Protest und Gegenwartskritik ausdrücken oder einfach Freude des Hier und Jetzt. Und einige Wenige wenden sich regionalen Dichtern und Komponisten zu und gestalten ihre Programme, indem sich das oft arme und harte Gestern musikalisch mit Gesang, Tanz und Musik ins heute fürs Morgen zu übersetzen, um den Menschen der Region ein Stück verlorender, vergessener Heimat zurückzugeben.

Die Jugendbewegung war gegen 1900 damit angefangen (Anna Helms-Blasche, Gertrud Meyer, Georg Götsch. Bernhard Wosien und viele andere). In Zusammenarbeit schufen sie ein Milieu, aus dem die Folkies bis heute schöpfen, oft einzeln, oft aber auch in Zusammenarbeit in ihren Bands, Kreisen, Milieus. Wenn sich nun einzelne Folkies und Jugendbewegte besonders dem Friesischen, dem Plattdeutschen, dem Jiddischen, dem Sorbischen zuwenden oder dem Landschaftlichen oder der Musik einzelner Städte, Gemeinden, Kirchenkreise, Grenzgebiete, geschichtlichen Freiheitsentwicklungen, dann ist das Wurzelkunde mit musikalischer Neugestaltung.
Dazu kommt ein freies künstlerisches Experimentieren mit Zufallshighlights. Manche schaffen es, das Neue mit dem Alten so gut zu verbinden, dass neue Kunswerke entstehen.

Wenn ich mich diesem faszinierenden Gebiet mehr zuwenden würde, würde ich Musikstücke meines Großvaters Wilhelm Warmbier aus Posen oder meines Onkels Gustav Frenssen in Dithmarschen zuwenden und Stücke von ihnen neu interpretieren. Das sind nur ein paar Beispiele. Viele Musikanten von Damals haben es verdient, neu von heute her gesehen und interpretiert zu werden. Und auch in Archiven in Deutschland und in der Welt schlummern wunderbare Schätze von Liedern und Tanzmusiken, die es verdienen neu gehoben, entdeckt, bekannt gemach zu werden.                    hedo holland

   

aktuelle Beiträge

Jydsk pa Naesen - Kort og godt. - gofolk. hh

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JYDS PA NAESEN

Kort og godt  - Short and OK

gofolk.dk

Ivan Damgaard, viol, Michael Sommer, vio, Jesper Vinther Petersen – akk, Benny Simmelsgaard – Bass

Sie zählen zu den algen Meistern der dänischen Folkmusik und beherrschen ihre Instrumente Meisterhaft. Das zeigen die sechs selbstkomponierten Tanzmusiken

Schon mit ihren ersten bringen sie den Raum zum Schwingen, wenn sie ihre Geigen tanzen lassen, untermalt vom Akkordeon. Das Dingdongdideldudingding reißt mich vom Schreibhocker. Da zaubert die Polska, fetzt die Polka und hupft der Schottisch.

Und spätestens beim Walzer habe monija gerufen, mit mir zu tanzen. Aber nicht nur die flotten Melodien, sondern auch die zarten Töne erfreuen. Aber selbst „Stille ture“ reißt mit.  Da freut sich das Folkieherz.   hh

TROUBADOURS. Martin Winso & Jeannie Steel - SUPER CDS. mosaik. hh

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TROUBADOURS Martin Winsor + Jeannie Steel

2 CDs = 1 live, 1 Studio   bei mosaik-promotion.de

Wenn Du Folkie bist, dann gibt es nur eins: Diese CD zu holen, denn sie ist „folkissimo!“ Es ist viele Jahre her, dass ich eine so tolle CD gehört habe.

Auf der Live-CD singen die beiden, oft á capella, teils sparsam von einer Gitarre begleitet. Lieder zum Dahinschmelzen. Lieder mit Lachen und Traurigkeit. Lieder fürs Folkieherz, für die Martin Winsor und Jeannie Steel mit ihrem Folkomnibus Jahre unterwegs waren.

Die Songs wurden 1972 aufgenommen, teils mit  Drei Mitgliedern der Band GURNEMANZ im berühmten TROUBADOUR         in der Old Brompton Toad in London. Zumeist wurden die Aufnahmen durch Umstrukturierung von SONGBIRD / EMI nicht bis heute veröffentlicht. John Cremer bewahrte die Bänder, so dass sie nun nach Meister-Remastering durch Thomas Ölscher endlich auf die CD kommen konnten. Wie ein Wunder nach fast 50 Jahren. Tolles Publikum. Teils in Deutschland aufgenommen.

 Die Lieder sind traditionell, von Alex Campbell, Peter Nalder, Brownie McGhee, Joseph B. Geoghegan, Alex Glasgow, Tom Paxton und der Memphis Jug Band.

Wenn Du auftreten willst, dann ist die CD eine Orientierung für sagenhaften á capella – Gesang im Duett. Da kannst Du üben, Dich dran messen und vor dem Publikum bewähren. Auch das sparsame, klare, überzeugende Entertainment ist beispielhaft. hh

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MUNGARD. FRIESISCHE LIEDER UND GEDICHTE. hh

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Mungard

Hochdeutsche Übersetzung der Texte Jens Emil Mungards von Ingo Laabs und Karl Schmidt-Rodenäs

Komposition und Instrumente Christoph Hansen

Rat, Impulse und Gesang durch Kalle Johannsen

Gesang von Martje Johannsen

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Poesie von Mungard ist tief, schwer und wunderschön. Die Melodien passen sich den Texten an wie ein Guss und umschmeicheln die Texte naturnah und melancholisch. Die Sänger scheinen mit diesem Stil zu verschmelzen, so dass die CD eine Einheit wird. Eine friesisch-deutsche CD der Weltklasse.  

Mungard wurde 1885 auf Sylt geboren und starb sechzigjährig nach Haft im Konzentrations-lager Sachsenhausen., wo Claus Schenk Graf von Stauffenberg 1944 Dienst tat. Jens Mungard gilt heute als wichtigster Dichter im deutschen Teil der Friesländer.  

Diese CD ist keine Anthologie, sondern ein Musikwerk, dass mit heutiger Musik und guter Übersetzung die alte friesische Sprache und das Empfinden von Natur, Welt, Armut widerspiegelt, dazu mit Stolz und Widerstand für die Freiheit und gegen die Gleichmacherei der Nazis.

Die CD ist genau das, was für deutsche Folkies, die intensiver arbeiten wollen jetzt anliegt. Die alten und neuen Sprach- und Dialektdichter der Landschaften aufzuspüren zu vertonen und unters Volk zu bringen. Ebenso die alten Melodiehandschriften der norddeutschen Tänze, von denen noch viele in Archiven und Museen verstauben. Selbst bei uns im Folk- und Wandervogelarchiv schlummert einiges, das wir gern weitergeben.

Wenn die Landschaften ihre eigene Dichtung haben, ihr eigenes Gesicht und Gedicht zeigen und in Liedern besingen, dann einen sich Zukunft und Vergangenheit. Kultur wird lebendig und unverbissen mit Freude weitergetragen. Dann strahlt die Landschaft und braucht nicht mehr wie gestern und heute melancholisch besungen werden. Von anderen Völkern können wir gut lernen. hh

   

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