DEUTSCHLAND

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Die Gedichte sind gesprochen von Katharina Thalbach, Julia Nachtmann und Rosa Thornmeyer. 

Mascha Kaléko und Eva Strittmater sind für mich wichtige Poetinnen deutscher Sprache aus dem vorigen Jahrhundert. Besonders deshalb, weil die herrlichen, sgark wirkenden Liebesgedichte großartig gesprochen doppelt wirken.

Mascha Kaléko.  Liebesgedichte. gesprochen von Katharina Thalbach, Julia Nachtmann und und Rosa Thormeyer. www.goyalit.de

Mascha Kaleko gehörte zu den großen Dichterinnen des vorigen Jahrhunderts. Sie und Theodor Kramer sind meine Favoriten, Juden, mit der feinsten, deutschen Sprache.Die Gedichte werden von großartigen Leserinnen interpretiert. „Mascha Kalékos Verse treffen immer mitten ins Herz“ steht auf dem Coverumschlag. Es sind frühe Gedichte der 30er Jahre, zuerst aus Berlin, dann nach der Flucht aus New York und dann aus Jerusalem. Eine wunderbare Sprache, die verzaubert. Wortschöpfungen wie „Nächte aus Kristall“ und „in mir Lichter angezündet“ machen mich erschauern. Eine liebevolle, unübertroffene Großstadtlyrik von Weltqualität.  hedo

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 Jeder, der mal nachts um Drei Verstärker zurück in den Probenkeller geschleppt hat,
 wird sich in diesem Buch wiederfinden. Aber auch alle anderen Musikinteressierten
 werden Freude an der Lektüre haben. Beschrieben wird der Lebensweg des kleinen
 Amps mit dem Tweedbezug und dem Baujahr 1939. Was die Geschichte aber so
 enorm unterhaltsam macht, ist die autobiografische Beschreibung des Hobbymusiker-
 daseins. Ich habe beim Lesen der Rahmenhandlung öfter laut gelacht, weil die
 Auftritte und die ganze Muckerszene so treffend und mit trockenem westfälischen
 Humor wiedergegeben sind. Hier im
Video gibt es einen Klangeindruck des kleinen
 Verstärkers mit dem Autor persönlich.


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Autor, Rebell, Vorreiter – Erzählungen und Essays

Gesprochen von Julia Nachtmann und Volker Hanisch

Heinrich Mann,1871 in Lübeck geboren stellte sich früh gegen den Hitler-Faschismus. 1933 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, und er emigrierte 1933 nach Nizza und floh dann 1940 von dort in die USA. Seine wichtigsten Wer sind „Der Blaue Engel“, „Professor Unrat“ und die Kaiserreich -Trilogie „Der Untertan“.

Teil 1 „Aus der Asche“

Das Cover auf alt getrimmt, die CD selber bedruckt als Single- Schallplatte (die Idee möglicherweise geklaut von der Mardi Gras Brass Band), wie man sie aus den Zeiten vor den CDs kannte, weckt schon mal gewisse Erwartungen, die auch voll erfüllt werden.

Schon das Intro kommt sehr bombastisch daher, ein wenig an Soundtracks von Fantasy-Blockbustern erinnernd, und es geht auch, bis auf ein paar sparsam instrumentierte Stücke, mit opulenten Arrangements weiter, man könnte es beschreiben als eine Mischung aus Genesis und Ougenweide, soundtechnisch etwas modernisiert. Die Texte sind deutsch und etwas mehr als das übliche Blabla, sie können durchaus auch für sich bestehen und sind im Booklet sinnvollerweise auch nachzulesen, da die Verständlichkeit derselben aufgrund der üppigen Instrumentierung und Sounds (mit einigen, wenn auch sparsamen Einflüssen aus dem Heavy Metal) teils nicht so leicht zu verstehen sind.

Der Untertitel weist darauf hin, dass dieser Scheibe wohl noch eine weitere thematisch weiterführende folgen soll. Nach diesem Werk kann man wirklich gespannt drauf sein.

Trisol TRI  708 CD

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Ulrich ZehfussErntezeit-Video-Screenshot-2-1200x565.png

www.28if.net /zehfuss.  (Christian Biadez)

Ulrich Zehfuss ist Liedermacher, der sich selbst begleitet.

Du hast alles, alles dafür getan. Jetzt ist es woweit.

Erntezeit. Erntezeit.

Windhosen tanzen über das Feld.

Das Ende vom Ganzen: Du hast es bestellt.

Es sind melancholische Lieder. Kann man statt Erntezeit auch Endzeit dazu sagen?

Der Liedermacher aus Speyer, der auf einem Bauernhof aufwuchs, erinnert sich an die harte Feldarbeit. 14 Lieder nach 10 Jahren Pause mit Naturmetaphern. Vom „Ausgebrannten Haus“ bis zur Geb orgenheit, Erntezeit könnte au Missernte bedeuten. Ein Album zwischen Gewinn und Verlust, zwischen Leben und Sterben auf dünnem Eis. Wunderbare, leine Alltagsbeobachtungen in Liedern als Geschenk verpackt, sorgfältig zu entdecken.

Deutsche CD

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 Lieblingslieder: Wie ist dieses Projekt entstanden? Irgendwann im Jahr 2004 bin ich zum ersten Mal
Otto  Groote begegnet, dies war auf der monatlichen Session des Folkclubs in Venne (Venner Folk Frühling).

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Eine Scheibe aus dem Jahr 2000,
die aus schleierhaften Gründen
jetzt auf unseren Schreibtisch
gelangt ist.

Die CD ist wohl das Ergebnis von Mädchen-Workshops in Berlin, das Beiheft gibt außer den Texten wenig
Infos her. Die Girls singen zu gut gemachter Rock-Begleitung. Alle Songs sind aber von einem Mann
geschrieben. Einige der bewusst antikommerziellen Texte, etwa über Missbrauch oder Drogensucht, bleiben
aktuell. „Schwestern und Brüder“ über Kinder im Krieg klingt etwas folkig und wäre für eine weitere
Verbreitung geeignet. Das krampfhaft Aufmüpfige ist dagegen eher peinlich. Zum Thema „Ausländer“ ist die
Diskussion heute erheblich weiter. Vermutlich arbeiten die nächsten Generationen selbstbewusster Mädchen
musikalisch etwas eigenständiger. (küc)

Liebe Musikfreunde!

Endlich ist unsere schon seit längerem angekündigte EP "SING!" frisch aus dem Presswerk bei uns angekommen!

 
(click Cover für aktuelle Single "We'll Sail Away")

Das offizielle Erscheinungsdatum der EP ist Freitag, der 8.1.2021, aber man kann sie auch schon vorab bei uns direkt bestellen. Und weil bald Weihnachten ist, haben wir für euch ein spezielles Geschenkpäckchen vorbereitet:


  • EP "SING!"
  • Mund-Nase-Bedeckung "Lächel das weg"
  • Weihnachtsgrußkarte mit Autogrammen
  • Die Feuersteins Song-Link Aufkleber

Alles weihnachtlich verpackt als Geschenk für euch selbst oder zum Weiterverschenken für eure Liebsten und Freunde! (für die Bestellung Bild anklicken)



The Mountain spring band.jpg.

Sie kommen aus den Baumbergen (Tree Mountain!) bei Münster, was offenbar zu einer geistigen Verbundenheit mit den Hügeln der Appalachen geführt hat, denn das Quartett spielt Americana, das heißt Folkmusik mit ländlichen Wurzeln, Unterhaltsames aus einer Zeit, wo Tanzmusik, Gospel und die Vorläufer von Bluegrass und Country noch nahe beieinander lagen. Das kommt auf den zehn Titeln dieses dritten Albums rein akustisch und sehr stilvoll daher. Dobro, Mandoline oder Banjo prägen den typischen Sound, dazu gibt es mehrstimmigen Gesang mit wechselnden Soli. Rund um das Retro-Mikrophon geschart, singen die drei Herren und eine Dame von Armut, harter Arbeit und untreuen Liebsten. Entspannt wie beim Feierabend auf der Veranda klingt alles, wie es sich für eine String Band gehört, und hat den nötigen Swing. Die Kombo besteht seit 2014 und präsentiert sich entsprechend eingespielt und ausgewogen.

Außer guten Kenntnissen der Vorbilder aus dem frühen und mittleren 20. Jahrhundert steckt hörbar eine Menge Herzblut in diesem dritten Album der TMSB. Es geht nicht um Hektik und Tempo, sondern um Gefühl. Unter den zehn Titeln sind Klassiker wie das Mut machende „Keep On The Sunny Side“ oder der „Kentucky Waltz“, Sehnsucht pur und mit dem nötigen Schmelz gesungen. Insgesamt strahlt die Musik Freundlichkeit und gute Laune aus – derzeit nicht das Schlechteste.

Wie der Name schon verrät, haben die Vier offenbar einen Sinn für Selbstironie: Wahrscheinlich ist die TMSB die einzige Kapelle, die es auch als große Handpuppen mit passend angefertigten Instrumenten gibt. Lasst euch das Video dazu nicht entgehen.

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Seit mehr als 10 Jahren gibt es die Gruppe inzwischen. Ihren ersten größeren Auftritt hatte sie auf dem Rudolstadt-Festival 2008. Zeit also, mal eine CD zu veröffentlichen, dachten sie sich. Und hier ist sie nun, mit 22 Stücken und 68 Minuten lang.

Im Mittelpunkt des Ensembles stehen die Streicher: Geigen, Bratsche und Kontrabass. Hinzu kommen eine Steirische Harmonika, eine Harfe und bisweilen eine Tuba. Eine Besonderheit ist, dass die Größe des Ensembles zwischen fünf und zehn Musikanten variiert, je nach Art des Engagements und der zeitlichen Verfügbarkeit der Musiker. Diese Kombination - Streicher und variierende Größe - macht die Gruppe in gewisser Weise einzigartig.

Die Bråtwurschtmusig macht Volksmusik im authentischen und wohltuenden Sinne. Zu ihrem Repertoire gehören Tänze wie Ländler, Walzer, Rheinländer und Polka, aber auch Zwiefacher und Mazurka. Viele Stücke stammen aus dem Schwarzwald, weitere kommen aus Bayern, Österreich oder anderen Ländern hinzu; die meisten Melodien wurden bereits im 19. Jahrhundert aufgezeichnet. Einige wenige Stücke sind auch selbstgeschrieben.

Bereits die Fotos auf dem Beipackzettel machen Spaß. Sie reichen vom kleinen Mädchen im Vorschulalter (noch mit Blockflöte) bis zum reiferen Herrn mit hoher Stirn und grauem Haarkranz am Kontrabass. Die jüngeren Leute (die mittlere Generation) sind inzwischen zu vollwertigen Gruppenmitgliedern herangewachsen. Das ist Tradition im besten Sinne des Wortes: die Weitergabe der Freude an und der Begeisterung für die traditionelle Musik (das „Feuer“) und nicht das Festhalten an starren, überkommenen Regeln (das „Anbeten der Asche“).

Dies ist eine der wenigen Neuerscheinungen, bei denen die Geigen im Vordergrund stehen. Allein deswegen kann ich sie allen Hobby-Fiedlern empfehlen. Aber auch alle Tanzbegeisterten werden ihre Freude an dieser Musik haben. Kontakt: www.bratwurschtmusig.de.

(Peter Wachner 08/2020)

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Der Titel ist etwas untertrieben, denn das Material geht über ein paar kurze Verse weit hinaus. Die Episoden der „lyrikalischen Reise“ von Susanna Wüstneck sind schon mal 10 oder 12 Minuten lang und werden von fünf Songs verschiedener Herkunft eingerahmt, sodass die CD reichlich Stoff bietet, um die Musikerin, Poetin und Filmemacherin kennenzulernen. Die Paarreime dienen dazu, die vielstrophigen Texte etwas zu glätten und die Monologe zugänglicher zu machen. Die geschickt gestaltete mündliche Vortragsweise stärkt die Aussage und schafft beim Hören eine Verbindung zur Autorin. Nur zwei der Gedichte untermalt sie auf der keltischen Harfe. So lenkt nichts ab von dem, was zu sagen ist. Alle Texte sind im Beiheft mit- oder nachzulesen.

Susanna Wüstneck entdeckte früh die Sprache als ihr Ausdrucksmedium zusätzlich zur Musik. Sie erzählt in ernsten und auch humorvollen Texten von der Liebe und ihrem Ende, dem gesellschaftlichen Miteinander, auch dem Tod. Hier wird nichts mystifiziert und verklausuliert, die Sprache ist klar und schafft dadurch sofort Bilder im Kopf, die einen in die Geschichten hineinziehen. Kernstück der CD sind die beiden autobiografischen Texte vom Aufwachsen in der DDR und sehr bitter von der Beziehung zu einem „Märchenprinzen“. Inzwischen scheint die Verfasserin gut im Münsterland verwurzelt zu sein, denn sie benutzt einmal die regionale Subkultur-Sprache Masematte und schickt augenzwinkernd ein verunglückt flirtendes Paar quer durch allerhand westfälische Örtchen. Die Autorin zeigt sich sensibel, widerstandsfähig und auch witzig. Ihr sehr persönlich gehaltenes Album macht Lust darauf, sie einmal live zu erleben, gerne auch als Sängerin und Instrumentalistin. (küc)

   
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